Koloskopie
in Elsterwerda

Sanft. Schnell.
Sicher.

Mit Sedierung verschlafen Sie die Untersuchung. Dauer: 15–20 Minuten. Die meisten Polypen entfernen wir direkt. So verhindern wir Darmkrebs – bevor er entsteht.

Vorsorgetermin vereinbaren
Koloskopie – Darmspiegelung in der Gastroenterologie Elsterwerda

Darmkrebsvorsorge
Früherkennung, die Leben schützt

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Jedes Jahr erkranken rund 55.000 Menschen. Die gute Nachricht: Darmkrebs ist heilbar – wenn er früh erkannt wird.

Die Darmspiegelung erkennt Darmkrebs nicht nur früh. Sie verhindert ihn aktiv. Wir finden Polypen – gutartige Vorstufen von Darmkrebs. Und entfernen sie sofort. Noch bevor Krebs entsteht.

Wir begleiten Sie und Ihre Angehörigen kompetent und einfühlsam. Durch Vorsorge, Abklärung und – falls notwendig – Therapie.

Was ist eine
Darmspiegelung?

Bei einer Darmspiegelung untersuchen wir Ihren gesamten Dickdarm. Dafür nutzen wir ein Koloskop – ein dünnes, flexibles Endoskop mit Kamera. Es ist etwa so dünn wie ein kleiner Finger.

Das Koloskop wird über den After eingeführt. Die Kamera überträgt Bilder in Echtzeit auf einen Monitor. So sehen wir jeden Bereich der Darmschleimhaut.

Die Darmspiegelung ist die zuverlässigste Methode zur Darmkrebsvorsorge. Kein anderes Verfahren erkennt Polypen und Veränderungen so früh. Und nur bei der Koloskopie können wir Polypen sofort entfernen.

Vorsorge
ab wann? Wer zahlt?

Die aktuelle S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom" empfiehlt Darmkrebsvorsorge ab dem 50. Lebensjahr. Das gilt für Männer UND Frauen.

Vorsorge bei Menschen ohne erhöhtes Risiko

Die aktuelle S3-Leitlinie „Kolorektales Karzinom" empfiehlt Darmkrebsvorsorge ab dem 50. Lebensjahr. Das gilt für Männer UND Frauen.

Alternative Untersuchungen

Falls Sie keine Koloskopie wünschen: Stuhltest auf verborgenes Blut alle 2 Jahre ab 50. Sigmoidoskopie alle 5 Jahre plus jährlicher Stuhltest.

Bei auffälligem Befund ist immer eine Koloskopie erforderlich.

Vorsorgekoloskopie (Standardverfahren)

Ab 50 Jahren: Für Männer und Frauen empfohlen. Kassenleistung: Ihre Krankenkasse zahlt. Wiederholung: Bei unauffälligem Befund nach 10 Jahren. Nach Polypenentfernung: Individuelle Nachsorge je nach Anzahl, Größe und feingeweblichem Befund.

Bei Teilnahme an der Vorsorgekoloskopie ist kein zusätzlicher Stuhltest notwendig.

Wann ist eine
Darmspiegelung sinnvoll?

Eine Darmspiegelung empfehlen wir in folgenden Situationen:

Zur Vorsorge:

  • Ab 50 Jahren (Kassenleistung für Männer und Frauen)
  • Bei familiärer Vorbelastung: früher (siehe unten)
  • Zur Kontrolle nach Polypenentfernung

Bei diesen Beschwerden:

  • Blut im Stuhl (auch geringe Mengen)
  • Veränderte Stuhlgewohnheiten über mehrere Wochen
  • Bauchschmerzen unklarer Ursache
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust
  • Blutarmut
  • Anhaltende Blähungen oder Verstopfung
  • Positiver Stuhltest (Blut im Stuhl nachgewiesen)

Zur Kontrolle:

  • Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  • Nach Polypenentfernung (Intervall individuell)
  • Nach onkologischen Darmoperationen
  • Bei familiärer Vorbelastung

Ab welchem Alter bei
familiärer Vorbelastung?

Wenn Verwandte ersten Grades (Eltern, Geschwister, Kinder) an Darmkrebs erkrankt sind, gilt:

Empfehlung nach S3-Leitlinie: Erste Koloskopie 10 Jahre vor dem Erkrankungs- oder Nachweisalter der betroffenen Person. Spätestens jedoch im Alter von 40–45 Jahren.

Bei bestimmten genetischen Konstellationen (z. B. Lynch-Syndrom, FAP) beginnt die Vorsorge deutlich früher. Sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie individuell.

Beispiel: Ihr Vater erkrankte mit 55 an Darmkrebs. Dann empfehlen wir Ihre erste Vorsorgekoloskopie mit 45 Jahren.

Nachsorge für
Polypenentfernung

Wie häufig sind Kontrollen nach einer Polypenentfernung notwendig? Das Nachsorgeintervall richtet sich individuell nach: Anzahl der entfernten Polypen, Größe der Polypen, feingeweblichem (histologischem) Befund.

Je nach Risiko erfolgen Kontrollkoloskopien in Abständen von 3–6 Monaten bis zu 10 Jahren. Wir legen das empfohlene Intervall gemeinsam mit Ihnen fest. Sie erhalten einen schriftlichen Nachsorgeplan.

Der Ablauf
Schritt für Schritt

So läuft die Darmspiegelung ab

Viele Patienten haben Respekt vor der Darmspiegelung. Das verstehen wir. Deshalb erklären wir jeden Schritt. So wissen Sie genau, was Sie erwartet.

1

Das Vorgespräch

Vor der Untersuchung führen wir ein persönliches Gespräch mit Ihnen. Wir besprechen Ihre Krankengeschichte, aktuelle Beschwerden und prüfen Ihre Medikamente. Sie erhalten alle Informationen zum Ablauf und unterschreiben die Einverständniserklärung.

2

Die Sedierung (auf Wunsch)

Eine Sedierung mit Propofol ist jederzeit möglich. Das Medikament wird über die Vene verabreicht und wirkt innerhalb weniger Sekunden. Alternativ ist eine Untersuchung ohne Sedierung möglich oder mit „Stand-by-Zugang" – das Medikament wird nur bei Bedarf gegeben.

3

Die Untersuchung (15–20 Minuten)

Die Untersuchung erfolgt in Seitenlage. Das Koloskop wird vorsichtig bis zum Blinddarm geführt. Die Darmschleimhaut wird dabei sorgfältig kontrolliert. Für eine bessere Verträglichkeit verwenden wir CO2-Gas, das schneller vom Körper aufgenommen wird und Beschwerden reduziert. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Leistung nicht.

4

Die Aufwachphase (30–60 Minuten)

Nach der Untersuchung ruhen Sie sich in unserem Aufwachbereich aus. Ihr Kreislauf wird überwacht. Sie fühlen sich entspannt und etwas müde.

5

Befundbesprechung

Nach dem Aufwachen besprechen wir das Ergebnis ausführlich mit Ihnen. Bei einer Polypenentfernung informieren wir Sie oder Ihren Hausarzt nach Vorliegen des Laborbefunds.

Die
Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist wichtig. Nur ein sauberer Darm lässt sich vollständig untersuchen. Bitte befolgen Sie diese Anleitung genau.

3 Tage vor der Untersuchung

Diese Lebensmittel bitte meiden:

  • Körner, Kerne, Nüsse
  • Vollkornbrot, Müsli
  • Leinsamen, Chiasamen, Sesam
  • Kiwis, Weintrauben mit Kernen
  • Tomaten mit Kernen

Diese können die Sicht im Darm beeinträchtigen.

1 Tag vor der Untersuchung

Bis 13 Uhr:

  • Leichte Kost (Weißbrot, helle Nudeln, weißer Reis, klare Brühe, keine Milchprodukte)

Ab 13 Uhr:

  • Nur klare Flüssigkeiten (Wasser, Tee ohne Milch, klare Brühe, Apfelschorle)
  • Keine rot oder blau gefärbten Getränke

Abends (ca. 18 Uhr):

  • Beginn der Abführlösung (0,5–1,0 Liter) über 1–2 Stunden trinken

Am Tag der Untersuchung

Morgens (ca. 6 Uhr):

  • Zweiter Teil der Abführlösung (0,5–1,0 Liter)

Vor dem Termin:

  • Spätestens 3 Stunden vor Termin beenden
  • Stuhl sollte klar wie Wasser sein
  • Nichts essen
  • Klare Flüssigkeiten bis 2 Stunden vorher
  • Wichtige Medikamente mit wenig Wasser (nach Rücksprache)

Medikamente – bitte beachten

Blutverdünner: Mit uns besprechen, ggf. pausieren.

Diabetesmedikamente: Anpassen, Blutzucker kontrollieren.

Spezielle Medikamente:

  • Eisentabletten: 1 Woche pausieren
  • Ozempic, Mounjaro, Trulicity: letzte Gabe pausieren
  • Forxiga, Jardiance: 1 Tag pausieren

Andere Medikamente meist normal weiter einnehmen – im Vorgespräch klären.

Organisatorisches

Begleitperson: Bei Sedierung zwingend erforderlich.

Fahrtüchtigkeit: 12 bis 24 Stunden nicht fahren, keine Maschinen bedienen.

Arbeitsunfähigkeit: AU-Bescheinigung für den Tag der Untersuchung.

Was passiert
danach?

Direkt nach der Untersuchung

  • 30–60 Minuten Ruhezeit in unserer Praxis
  • Wir überwachen Ihren Kreislauf
  • Essen und Trinken nach Aufwachen möglich
  • Beginnen Sie mit leichter Kost
  • Ergebnisbesprechung mit dem Arzt

Am selben Tag (mit Sedierung)

  • Nicht Auto fahren (12 bis 24 Stunden nach Sedierung)
  • Keine wichtigen Entscheidungen treffen
  • Keine Maschinen bedienen
  • Ihre Begleitperson bringt Sie nach Hause

In den nächsten Tagen

  • Normale Ernährung wieder möglich
  • Leichte Blähungen sind normal (von der Luft im Darm)
  • Verschwinden innerhalb von Stunden

Wann Sie sich sofort melden sollten: starke Bauchschmerzen, Blutungen aus dem After, Fieber. Diese Komplikationen sind extrem selten. Aber wir sind für Sie da.

Therapien bei
Frühstadien von Darmkrebs

Manchmal finden wir Veränderungen, die mehr sind als ein einfacher Polyp. Bei sehr frühen Tumorstadien können wir oft trotzdem helfen – ohne große Operation.

Minimal-invasive, organerhaltende Verfahren:

ESD (Endoskopische Submukosadissektion):

Abtragung größerer flacher Läsionen in einem Stück.

eFTR (Endoskopische Vollwandresektion):

Entfernung der kompletten Darmwand an einer Stelle.

Diese Verfahren ermöglichen in ausgewählten Fällen eine heilende Behandlung. Ohne operative Entfernung eines Darmabschnitts.

Ob eines dieser Verfahren für Sie in Frage kommt, besprechen wir persönlich. Wir erklären Vor- und Nachteile ausführlich.

Weitere Betreuung
bei Darmkrebs

Bei weiter fortgeschrittenen Befunden stehen wir Ihnen zur Seite:

Beratung

Wir erklären Ihnen den Befund verständlich.

Einweisung

Überweisung an spezialisierte Kliniken, vorzugsweise zertifizierte Darmkrebszentren.

Zusammenarbeit

Interdisziplinäre Abstimmung mit Chirurgie, Onkologie und Strahlentherapie.

Nachsorge

Begleitung während und nach der Behandlung.

Sie sind nicht allein. Wir koordinieren Ihre Versorgung.

Ihre Bedenken
und warum sie nicht zählen

„Ich habe keine Beschwerden.“

Genau deshalb ist Vorsorge so wichtig. Darmkrebs macht lange keine Symptome. Polypen wachsen still über Jahre. Wenn Beschwerden auftreten, ist es oft zu spät. Vorsorge findet, was Sie nicht spüren.

„Die Vorbereitung ist unangenehm.“

Die Abführlösung schmeckt nicht gut. Das stimmt. Aber: Moderne Präparate sind besser als früher. Ein Tag Vorbereitung für 10 Jahre Sicherheit. Das ist es wert. Es gibt mehrere Tipps und Tricks aus unserer eigenen Erfahrung, die wir Ihnen verraten – wie Sie am besten die Vorbereitung meistern können.

„Ich habe Angst vor der Untersuchung.“

Die meisten Patienten sagen danach: „Die Vorbereitung war das Schwierigste. Die Untersuchung war gar nicht schlimm. Das war viel einfacher als gedacht.“

„Das ist mir peinlich.“

Wir führen täglich Darmspiegelungen durch. Für uns ist das Routine. Sie sind in professionellen Händen. Ihre Würde ist jederzeit gewahrt.

„Ich habe keine Zeit.“

Die Untersuchung dauert 15–20 Minuten. Einmal alle 10 Jahre. Das ist weniger Zeit, als Sie in 10 Jahren beim Friseur verbringen. Für Ihre Gesundheit.

Häufige
Fragen

Mit Sedierung spüren Sie nichts. Mehrere Patienten spüren auch ohne Sedierung nur ein leichtes Druckgefühl, andere können die Untersuchung nicht tolerieren. Wenn Sie erstmals zur Darmspiegelung kommen, ist es schwer vorherzusagen, wie Sie die Untersuchung ohne Sedierung vertragen. In diesem Fall können wir Ihnen eine Untersuchung mit einer „Stand-by-Spritze“ anbieten – Sie entscheiden selbst während der Untersuchung, ob die Sedierung nötig ist oder nicht. Sollte alles gut ohne Sedierung klappen, entfallen die Einschränkungen am Untersuchungstag (u. a. Fahrverbot) und die – ohnehin sehr geringen – Risiken der Sedierung.

Die reine Untersuchung dauert 15–20 Minuten. Mit Vorbereitung und Nachbeobachtung planen Sie ca. 2–3 Stunden ein.

Die gesetzliche Vorsorgekoloskopie ist ab 50 Jahren für Männer und Frauen Kassenleistung.

Bei medizinischer Notwendigkeit übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Privatpatienten werden nach GOÄ abgerechnet.

Die Darmspiegelung ist ein sicheres Verfahren. Schwerwiegende Komplikationen wie Blutungen oder Darmverletzungen sind extrem selten.

Für die Darmkrebsvorsorge (gesetzlich versichert) brauchen Sie keine Überweisung vom Hausarzt. Direkter Zugang: Wenn Sie 50 Jahre oder älter sind, übernimmt die Kasse die Kosten. Vereinbaren Sie einfach einen Termin bei uns und legen Sie Ihre Gesundheitskarte vor. Für alle anderen Untersuchungen ist eine Überweisung vom Hausarzt oder Facharzt erforderlich.

Die Mehrheit der Polypen kann direkt während der Untersuchung schmerzfrei entfernt werden. Sie werden ins Labor geschickt und feingeweblich untersucht.

Den vorläufigen Befund besprechen wir direkt nach der Untersuchung. Gewebeproben-Ergebnisse liegen nach 3–5 Werktagen vor.

Nach einer Sedierung dürfen Sie 12–24 Stunden nicht Auto fahren. Organisieren Sie eine Begleitperson.

Für die Vorsorge gibt es den immunologischen Stuhltest (alle 2 Jahre ab 50). Die Darmspiegelung bleibt jedoch die zuverlässigste Methode. Bei auffälligem Stuhltest ist immer eine Koloskopie erforderlich.

Weitere
Leistungen

Gastroskopie (Magenspiegelung)

Gastroskopie (Magenspiegelung)

Mehr erfahren
Ultraschall (Sonographie)

Ultraschall (Sonographie)

Mehr erfahren
Mitarbeiterin bei der Terminverwaltung in der Gastroenterologie Elsterwerda

Machen Sie den
ersten Schritt

Vereinbaren Sie Ihren Vorsorgetermin. Wir beraten Sie persönlich und beantworten alle Ihre Fragen.